Liberalismus in der Fundamentalkrise: Eine Kritik der „Postwachstumsbewegung“

Zur Kritik an der Postwachstumsbewegung

von Daniel Späth

erschienen am 22.12.1014 auf http://exit-online.org/textanz1.php?tabelle=autoren&index=5&posnr=539&backtext1=text1.php. In veränderter Fassung unter dem Titel „‚Postwachstum‘ oder die Krise der Vernunft – zu einem Syndrom liberaler Fortschrittslosigkeit“ in Phase 2 Nr. 49/2014 erschienen.

Liberalismus und Zinskritik

„Wer es sich in der wattierten Nonstop-Rundumversorgung gemütlich gemacht hat, kann nicht zugleich die Souveränität eines Individuums bewahren, das seine Ansprüche nur an jene Möglichkeiten bindet, die nötigenfalls durch eigene Leistungen reproduziert werden können.“ 1
„Wattierte Nonstop-Rundumversorgung“ – diese gesellschaftliche Zustandsbeschreibung Niko Paechs, dem spiritus rector der Postwachstumsbewegung, zielt keineswegs auf die utopische Antizipation einer befreiten Gesellschaft; im Gegenteil handelt es sich dabei um eine Illustration des Krisenkapitalismus Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Mögen diese Phrasen Paechs ihre Existenz mitunter einer professoralen Hypostasierung des eigenen partikularen Standpunkts verdanken, dessen „wattierte Nonstop-Rundumversorgung“ unterdessen selbst sukzessive am Erodieren ist und zunehmend in prekäre Beschäftigungsverhältnisse abgleitet, kann die zum Ausdruck gebrachte Verblendung gegenüber der herrschenden Armut und Verelendung dennoch nicht alleine aus diesem subjektiven Bezugsfeld heraus erklärt werden. Immerhin manifestierte sich mit der Postwachstumsbewegung in den letzten Jahren eine politische Gruppierung, die ebenso in linksradikalen wie akademischen Milieus zu reüssieren weiß.

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